Mal ehrlich, so ein Doktortitel wäre doch schon was Feines. Inspiriert von Guttenplag & Co. sowie einem Bericht, den ich soebend auf Frontal21 gesehen habe, ist mir eine Geschäftsidee in den Sinn gekommen. In dem Frontal21 Beitrag ist u.a. ein in der Schweiz ansässiger Geschäftsmann aufgetreten, der sich unverblümt vor der Kamera (und vor dem Logo seiner Firma) als Dienstleister für die Fälschung von Dokorarbeiten profilierte. Wenn dieser über ein derartiges Budget verfügt, um zur besten Sendezeit Schleichwerbung für eine illegale Dienstleistung bei einem öffentlich rechtlichen Sender zu platzieren, dann muss das Geschäft mit den dummen/faulen Möchtegern-Doktoren schon recht einträglich sein.
Was kostet es eine Doktorarbeit schreiben zu lassen?
Keine Ahnung, aber ich denke schon dass ein niedriger bis mittlerer 5-stelliger Betrag dafür fällig wird. Viel zu teuer wie ich finde! Wenn man die billigere Variante wählt (die Copy & Paste-Nummer), läuft man wieder Gefahr auf das Radar der Plagiatsjäger zu geraten, die gerade damit begonnen haben das Who-is-Who der deutschen Politik und Wirtschaft zu demontieren – teilweise mit Erfolg.
Schlimm wäre es, wenn die deutschen Universitäten technisch irgendwann im 20. 21. Jahrhundert ankämen und nicht mehr beide Augen zudrücken würden. Man stelle sich vor man müsste seine Dissertation elektronisch lesbar einreichen und diese würde dann vollautomatisch auf Plagiate geprüft! Dann hätte aber auch Dr. Lieschen Müller ein Problem, die keine Person öffentlichen Interesses ist und deshalb bisher von den Plagiatsjägern nicht verfolgt wurde.
Die Lösung
Ich finde es sehr ungerecht, dass man bisher nur mit entsprechenden finanziellen Mitteln die Möglichkeit hat, sich einen Doktortitel zu kaufen. Und genau hier setzt meine Geschäftsidee an. Die Vorteile auf einen Blick:
- Vollständige Doktorarbeiten für konkurrenzlos günstige 5,- EUR pro Stück
- Die Dissertation kann nicht als Plagiat enttarnt werden
Unzählige unique Doktorarbeiten dank Article-Spinnig!
Es ist ganz einfach: Ich setze auf die (neuste) Article-Spinnig Technologie. Article-Spinnig ist dem ein oder anderen Freund des Themas Suchmaschinenoptimierung vielleicht bereits ein Begriff. Ziel dieser Vorgehensweise ist es, mit geringstem Aufwand aus einem Basisartikel dutzende, hunderte oder gar tausende von offenbar einzigartigen Artikeln zu produzieren. Das Prinzip ist ganz einfach: Für (fast) jedes Wort werden mehrere Synonyme definiert, welche dann im weiteren Verlauf per Zufallsprinzip Anwendung finden. Praktisch sieht das z.B. so aus:
Das {Internet|World Wide Web|Web} ist {abgrundtief|unglaublich|extrem} {böse|bösartig|schlecht} und {sollte|muss|müsste} {verboten|geschlossen|vernichtet} werden.
Wild gemixt purzelt auf Knopfdruck also eine gewünschte Anzahl mehr oder weniger einzigartiger Artikel zum gleichen Thema heraus. Der Grad deren Einzigartigkeit ist dann Abhängig von der Anzahl der bereitgestellten Synonyme und der gewünschten Anzahl ausgegebener Artikel. Mir ist bisher keine Technologie bekannt, die das (bei einem relativ hohen Grad der Einzigartigkeit) auch nur ansatzweise nachvollziehen und als Plagiat enttarnen könnte; da macht selbst die Server-Supermacht Google die Grätsche.
Und da es natürlich viel zu aufwändig ist die einzelnen Synonyme per Hand herauszusuchen und einzusetzen, wird auch dies von einer Article-Spinning Software für uns erledigt. Mit ein wenig Übung soll man hier bei Nahe absolut einwandfreie Resultate erzielen können. Interessant bei dieser Version eines kostenlosen Article-Spinners ist mitunter, dass dieser für die Synonyme u.a. auf den Wortschatz der Uni Leipzig zugreift…
Dann bin ich gespannt wie die Plagiatsprüfung 3.0 aussehen wird. Wobei auch das nicht schwer zu erraten ist, da man den ganzen Prozess im Prinzip einfach umdrehen muss. Dies wird dann irgendwann nur recht komplex und rechenintensiv. Hier steige ich zunächst mal aus. Erstmal will ich ja auch ein paar wasserdichte Doktorarbeiten zum absoluten Hammerpreis verkaufen!
Noch was
Da die Menschen ja dazu neigen, alles zu glauben was irgendwer im Internet schreibt, hier noch der Hinweis, dass die Sache mit der Geschäftsidee natürlich nur ein Fake ist! Wer wirklich einen Doktortitel kaufen will, der ist vielleicht, ich wiederhole: vielleicht, hier an der richtigen Adresse: www.titel-kaufen.de – Ich finde meine Idee zwar ganz witzig, habe aber weder die Lust noch die Zeit sie umzusetzen, abgesehen davon, dass ich in absehbarer Zeit nicht in die Schweiz ziehen möchte (von wo aus man ein solches Business ja offenbar ganz öffentlich und legal betreiben kann) und dass ich die Praxis des Erschleichens von akademischen Graden für absolut verachtenswert halte. Interessant ist hierbei in erster Linie allein die Theorie.
In jedem Fall bitte immer vor Augen halten: Keine Lüge lebt für immer.
2000 Doktorarbeiten zum Stückpreis von 5,- EUR zu verkaufen,


Viel zu billig!
Die gefakten Dottores sind sooo gierig, die würden auch 50,- € zahlen!
Gruß
Piet!